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Impuls November 2026

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Am Abend buche ich mir eine frühe Startzeit für den kommenden Morgen in unserem Golfclub. Die Wettervorhersage passt. Als ich am Tee 1 meine Runde beginne, hängen noch tief im Tal dicke Nebelschleier. Wo die Sonne schon wirkt, taut der Reif von den Grüns. Es ist herrlich diesen frühen, stillen Herbstmorgen zu erleben. Nach einem Bogey an der 1 verläuft die Runde unspektakulär. Ich komme am Loch 17 an. Ich mag dieses Loch wirklich nicht. Man ist nach 16 gespielten Löchern schon platt und dann liegt ein PAR 5 mit 530 m vor mir. Nach drei Schlägen liege ich etwa 90 Meter vorm Grün. Das fühlt sich zunächst gut an. Wenn ich jetzt gut treffe, kann ich mit dem 4. Schlag auf dem Grün landen und würde mit 2 Puts ein Bogey spielen. Das wäre super.

Der Schlag hat die richtige Länge, leider stimmt seine Richtung nicht, ich lande im Bunker. So ein Mist, denke ich, immer wieder dieses 17. Loch. Nachdem ich mich im Bunker entsprechend ausgerichtet habe, ist jetzt mein Ziel, so nah wie möglich mit dem 5. Schlag ans Loch zu kommen, um das geplante Bogey zu erreichen. Der Ball verlässt den Bunker, trifft auf dem Grün auf und rollt im leichten Bogen direkt ins Loch! Sprachlosigkeit, Freude, Erstaunen und Begeisterung. Wirklich sehr selten gelingt mir an diesem Loch ein Bogey, aber diesmal ist es sogar ein sogenanntes „Sandy PAR“. Golf macht plötzlich riesig Spaß.

 

Martina, Jens und ich spielen zusammen im Flight bei unserem letzten LINKS Turnier in Oberaula. Wir kommen am letzten PAR 3 der Runde an, es geht um den Wettbewerb „Nearest to the Pin“. Martina schlägt mit ihrem Eisen ab und wir sagen spontan: „Oh, das wird wohl nicht reichen.“ Aber was passiert? Bei der Landung trifft der Ball auf etwas Festes, springt, rollt aufs Grün, macht einen Bogen, rollt weiter und liegt 90 cm neben dem Loch. So spielt sie ein Birdie und gewinnt den Preis! Martina kann es nicht fassen, Riesenfreude, wir nehmen sie in den Arm und freuen uns mit ihr.

 

Die beiden Episoden zeigen mir gewisse Parallelen zu meinem Leben auf. Dazu hier noch zwei passende Beispiele:

Das Laufen fällt mir schwer, ich kann meinen rechten Schuh nicht mehr zubinden. Eine Hüft OP steht an. Wie wird es danach weitergehen? Ein Jahr später, ein Wanderurlaub in den Dolomiten. Die Freude ist groß. Ich bin sehr glücklich und vor allem dankbar.

Ich streite mich mit meiner Frau und gehe frustriert aus dem Haus. Als ich abends heimkomme ist der Tisch gedeckt, eine Kerze brennt, mein Lieblingsessen steht auf dem Tisch. Versöhnung – so hatte ich das nicht erwartet. Erleichterung und Dankbarkeit.

 

Manch einer wird sagen: „Ja Uwe, das sind alles schöne Zufälle.“ Wirklich? Als Christ sehe ich das anders. Da ich schon am Morgen im Gebet zu JESUS komme, auch am Tag immer mal wieder mit IHM rede und vorm Schlafengehen für den Tag danke, weiß ich mich von IHM geführt und getragen. Deshalb sehe ich Dinge, wie oben geschildert, aus einem anderen Blickwinkel. So geht mein Dank auch immer zuerst an IHN. Denn ich weiß, ich könnte den Schlag an Loch 17 niemals so wiederholen. Auch Martina würde sicher bejahen, dass sie ihren NTP Schlag nicht ein zweites Mal genau so ausführen könnte. Und auch wenn es nicht immer so positiv ausgeht, wie in all den aufgeführten Beispielen, möchte ich dennoch immer an Gottes Güte und Barmherzigkeit festhalten.

Gehst auch Du mit Jesus in den Tag? Falls nicht, möchte ich Dich ermutigen darüber nachzudenken. Vielleicht ist ja der nächste gelungene Golfschlag ein Geschenk von IHM? An wen leitest Du Deinen Dank weiter? Ist es vorrangig Dein eigenes Vermögen und Können? Ist es Deine Leistung? 

 

In der Bibel finde ich dazu eine passende Stelle im Psalm 103,Vers 2:

„Lobe den HERRN meine Seele, und vergiss nicht, was ER dir Gutes getan hat.“

 

Gott befohlen

Euer Uwe Schlegel

                                    

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