Impuls Oktober 2022

Wer bin ich
Als Golfspieler sind wir schnell versucht, uns mit anderen zu vergleichen und schauen mit einer gewissen Bewunderung auf Spieler, die meist zuverlässig ihre Bälle spielen und platzieren. Aber wenn wir uns mit den Besten vergleichen, merken wir doch, dass wir nicht immer mithalten können. 

Wie gut und eigentlich gnädig, dass es ein Handicap gibt, dass die Golfspieler auf ein Beurteilungslevel gemäß ihrer Spielstärke stellt. So findet ein Ausgleich statt: Ich darf mich von guten Spielern anspornen und herausfordern lassen, aber werde vor der Frustration bewahrt, mehr sein zu müssen als ich gerade bin.

Die eigentliche Herausforderung des Golfspiels ist ja nicht, dass wir mal einen tollen Schlag hingelegt haben, sondern dass er auch wiederholbar ist.

 

Manchmal gelingen natürlich auch Schläge der Extraklasse:
Der Deutsche Bernhard Langer hatte 1981 seinen Ball in der Krone einer riesigen Esche vorgefunden. „Als ich nach oben klettern wollte, lachten mich die Zuschauer aus“, sagte er später. Das Lachen wich damals der Begeisterung, als der Anhausener den Ball mit einem Sandwedge direkt auf das Grün spielte. https://www.youtube.com/watch?v=lfN3Yj_VHaw


Wir wären wahrscheinlich damit überfordert, geschweige denn dass wir solch einen Schlag wiederholbar spielen könnten. 

Aber sich zu vergleichen bleibt die Versuchung.

 

Wer bin ich?- fragen viele Menschen, besonders auch heranwachsende Teenager und fangen schnell an, sich zu vergleichen: „Der oder die ist viel cooler als ich“ – „ich bin nicht so schön wie die, die so viel Zuspruch kriegt „– „Ich fühle mich eher am Rand der Gruppe.“ Aber sind diese Gedanken das letzte Urteil über mich?

 

Aus der Bibel lernen wir: Gott sieht mich anders. In 1.Mose 1, 27.31steht:

Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. ….Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.

Mit anderen Worten: Gott ist begeistert von seinen menschlichen Geschöpfen, sie sind die Krone seiner Schöpfung. Sie sind nicht nur gut wie die anderen Schöpfungen, sondern sogar sehr gut

Menschen vergleichen sich schnell, Gott sieht mich in meiner einzigartigen Geschöpflichkeit – ich bin ein Unikat. Auch wenn ein Golfschlag daneben geht, sagt er nicht „Du Looser“ – „ich hab doch viel bessere Golfspieler  noch in meinem Sortiment“.

Nach der Bibel darf eine andere Aussage mein Leben und Denken prägen:

 „Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast! Großartig ist alles, was du geschaffen hast – das erkenne ich!“ (Psalm 139,14). 

 

Auch Pros brauchen manchmal viele Jahre, bis sie mal ein Turnier gewinnen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass Pros, die den Cut nicht schaffen und schon abreisen müssen, auch manchmal geknickt sind – 

Aber wichtig ist, zu lernen und zu denken, wie Gott mich sieht:
Er ist auch noch begeistert von mir bei meinem schlechten Schlag und auch von dem Pro, der abreisen muss. Auch jetzt gilt für den Mensch als Unikat:

 „Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast! Großartig ist alles, was du geschaffen hast – das erkenne ich!“ (Psalm 139,14). 

 

Gottes Segen

Uli Ehinger

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