
Impuls März 2026
​
Faszination Golf und die Bibel - Parallelen und der große Unterschied!
Was fasziniert uns am Golfspiel? Könnt ihr euch noch an die Zeit erinnern, als ihr mit Golf noch nichts am Hut hattet? Wie war eure Meinung zu diesem Sport?
Ich komme vom Tennis her, wo man sich auspowert und nach dem Spiel echt kaputt ist. Deshalb habe ich anfänglich eher ein bisschen über diesen Sport geschmunzelt. Sport? Naja, die Golfer gehen da spazieren und hauen ab und zu auf einen Ball, suchen ihn dann womöglich noch ewig im hohen Gras, nur um ihn dann in einem kleinen Loch unterbringen zu wollen, das ist doch kein Sport! So in etwa klang damals mein Urteil.
Aber eines schönen Tages hat`s mich dann dennoch erwischt. Ich belegte einen Schnupperkurs und traf in der dritten Unterrichtsstunde ein Eisen 7 so gut im Sweet Spot, dass ich völlig fasziniert war.
Jetzt passierten zwei Dinge: Erstens dachte ich, so geht also Golf und ich kann´s jetzt. Zweitens, ich wollte nun immer wieder dieses Gefühl genießen den Ball genauso fliegen zu sehen, manche sagen ja: „Golf kann süchtig machen“!
Folgerichtig nahm ich weitere Stunden beim Pro und legte noch im gleichen Jahr meine Platzerlaubnis ab. Was war das für ein tolles Gefühl nun erstmals „richtig“ auf den Platz gehen zu können. Im Lauf der Jahre habe ich mir dann das Ziel gesteckt, HCP 18 zu erreichen. Dann wäre ich sicher mehr als zufrieden und glücklich. Als es dann soweit war, kam allerdings das nächste Ziel. Mir schwebte vor, einstellig werden zu können. Inzwischen weiß ich, dass das kein realistisches Ziel war, denn Ziele sollen ja möglichst erreichbar sein.
Mich erinnert meine Geschichte an einen Spruch aus der Bibel. Da heißt es in etwa: „Der Mensch will immer noch mehr, aber alles ist nur ein Haschen nach Wind.“
Apropos Bibel, es finden sich erstaunliche Parallelen zum Golfsport. Wenn man die Bibel nur aus Großmutters Schrank als ein verstaubtes altes Buch kennt, lächelt man darüber und sagt schnell: „Das ist nichts für mich. Ich habe mein Leben im Griff, was soll mir das auch schon bringen? Ist doch ewig her mit all diesen alten Geschichten, heutzutage sind wir doch aufgeklärt, wie nie zuvor!“ Das Problem dabei ist, wir haben vermutlich ein festgelegtes Urteil, obwohl wir es gar nicht selbst ausprobiert haben! Wir haben uns womöglich noch nie richtig auf dieses Buch eingelassen.
Wenn ich damals das 7er Eisen nicht viele Male ausprobiert hätte, wäre Golf für mich heute immer noch eine Sportart, über die ich nur lächeln würde unter dem Motto, das soll Sport sein?
Starten wir mit dem Versuch in der Bibel zu lesen und lassen uns darauf ein, können wir vielleicht erstaunliche Dinge finden, die unmittelbar etwas mit unserem Leben zu tun haben. Sollten wir uns aber in unserem Leben nicht auf Gottes Wort einlassen, wird ER nicht zu uns reden können. Wie auch, wenn wir nicht hinhören wollen. Diesen freien Willen haben wir!
Und plötzlich passiert beim Bibellesen so etwas wie mir, als ich das 7er Eisen zum ersten mal richtig traf! Man will nicht wieder weg davon. Man will neue Entdeckungen im Wort Gottes machen und merkt vielleicht sogar, wie Gott plötzlich in´s eigene Leben eingreift. Weil man etwas liest, was genau in die Situation passt, in der man sich gerade befindet. Es entsteht also beim regelmäßigen Bibellesen eine neue, bisher nicht gekannte Qualität. So, wie unser Spiel nach vielen Übungsstunden auf dem Golfplatz besser wird, so kann sich Gottes Wort auch auf unser tägliches Leben auswirken. Einmal üben bringt uns nicht weiter. Deswegen macht euch zu eigen, regelmäßig in der Bibel zu lesen.
Im Golf sehnen sich viele nach einem Hole in One, nach Superschlägen, nach gelungenen Putts. Den Sieg im Golfturnier errungen zu haben, ist ein tolles Erlebnis. Aber seien wir uns bewusst darüber, diese Freude ist vergänglich. Und wir möchten uns doch lieber Schätze sammeln, die nicht vergänglich sind! (Matthäus 6, 20)
Auf Gottes Wort zurückgreifen zu können, wenn es uns mal nicht so gut geht, wenn wir krank sind, wenn wir traurig sind, wenn uns alles zu viel wird - oder aber auch dann, wenn es uns eben richtig gut geht - ist unendlich viel mehr wert. Deshalb möchte ich ermutigen, das „alte verstaubte Bibel-Buch der Oma“ mal wieder aus dem Schrank zu holen und darin zu lesen. Für diese Entdeckungsreise wünsche ich euch viel Freude.
Gott befohlen
euer Uwe Schlegel
​
​
​
​
​
​
​
​
​
​
​
​
​
​
​​
​
​
​
​
​
​
​
​
​
​
​
​
