
Impuls September 2026
Und plötzlich passieren unvorhersehbare Dinge. Es ist der 22. Juli 2026, ein herrlicher Sommerabend. Ich besuche unseren Enkel Friedrich in Dresden. Wir treffen uns zum Abendessen im Restaurant Augustiner und freuen uns schon sehr auf den gemeinsamen Golftag am nächsten Morgen. Die Wettervorhersage sagt, dass wir ab 10:00 nicht mehr mit Regen zu rechnen brauchen. Es kommt anders. Wir entscheiden uns die 18 Loch im Scramble Format zu spielen und beginnen die Runde mit Schirm. Es regnet durch bis zum letzten Loch. Die Stimmung bei uns beiden bleibt trotzdem gut, da wir uns schon lange auf die gemeinsame Runde gefreut haben.
Ich packe die nassen Sachen ins Auto und kann mich plötzlich kaum noch bewegen. Es sind heftige, ganz plötzlich auftretende Schmerzen im Rückenbereich. So quäle ich mich ins Auto und trete die 200 km lange Heimfahrt an.
Drei golffreie Wochen geprägt von Arztbesuchen folgen. Was hilft jetzt? IBU morgens und abends, ins Eis legen, alternativ Rotlicht und ein Freund als Osteopath. Zwei Turniere stehen Mitte August für mich an. Kann ich bis dahin wieder ohne Schmerzen die Schläger schwingen?
Ein Samstag am frühen Abend. Mit meiner Frau fahre ich mit dem nötigen Respekt auf unseren Golfplatz. Ich stehe am Tee 1, schlage ab...und die Schmerzen an bewusster Stelle sind kaum zu merken. Wir laufen los und ich halte die 18 Loch gut durch. Dankbar fahren wir nach hause. Ich kann beide Turniere wie geplant spielen.
Was bleibt ist eine große Dankbarkeit. Neben der ärztlichen Hilfe waren unsere Gebete nicht umsonst. Auf der anderen Seite steht aber auch die Erkenntnis, wie schnell es gehen kann, dass wir unseren geliebten Sport plötzlich nicht mehr ausüben können! Ich freue mich mit inzwischen 77 Jahren über jede gelaufene 18 Loch Runde. Und wenn dann noch ein gutes Ergebnis auf der Scorekarte steht, wird gefeiert.
In der Bibel finden wir im 2. Buch Mose eine Stelle, an der Gott zu seinem Volk sagt: „Ich bin der Herr, dein Arzt.“ Die Israeliten befinden sich in der Wüste und kommen gerade aus der Sklaverei in Ägypten. Gott verspricht seinem Volk, dass er die Seuchen und Krankheiten der Ägypter von ihnen fernhält, wenn sie seine Gebote befolgen. Gott zeigt sich als derjenige, der nicht nur für das geistliche, sondern auch für das körperliche Wohl seines Volkes sorgt und Heilung schenken kann.
Mein Glaube hilft mir, diese Zusage ganz persönlich auch für mich in Anspruch nehmen zu können. Gott heilt durch Gebet ganz sicher nicht all unsere Krankheiten, aber wir dürfen darauf vertrauen, dass er uns auch in schwierigen Zeiten zur Seite steht. Und natürlich merke ich, dass meine Erwartungen im Golf entsprechend altersgerecht angepasst werden müssen. So spiele ich seit diesem Jahr in meinen privaten Runden vom roten Damen Abschlag. Das macht wieder ganz neu Spaß, wenn ich ein Par 4 mit dem zweiten Schlag erreichen kann.
Gern möchte ich euch noch einen mir wichtig gewordenen Bibelvers mit auf den Weg geben. Er steht im Buch der Psalmen und lautet: „Für mich aber ist Gottes Nähe beglückend! Mein Vertrauen setze ich auf den Herrn, ja, auf den Herrn. Alle deine Taten will ich weitererzählen.“ Ps. 73,28 NGÜ
Gott befohlen
Euer Uwe Schlegel
